Die gerade nahezu alle Branchen umfassende digital-ökologische Revolution eröffnet neue Chancen für Unternehmen in Geschäftsfeldern, die ihnen vorher fremd waren. So versuchen gerade immer mehr Technologie- und Softwarefirmen, sich bei der Mobilität von Morgen ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Apple, Microsoft und natürlich auch der Google-Mutterkonzern Alphabet investieren fleißig in ihre Vorstellung davon, wie wir uns künftig fortbewegen sollen. Völlig vernetzt, elektrisch und nahezu 100 Prozent sicher soll es zugehen im Verkehr der Zukunft.

Dieses Unternehmen hatte bislang niemand auf dem Schirm

Dass Neuerscheinungen nicht mehr auf Automobilmessen präsentiert werden, sondern auf Technologie- und Softwaremessen, wie aktuell auf der CES in Las Vegas, spricht schon für sich genommen für eine Machtverschiebung in der Branche. Immer mehr Unternehmen trauen sich mitzumischen, und den größten Ausrufer setzte ein japanischer Gigant, den bislang keiner mit Elektromobilität in Verbindung gebracht hat. Sony präsentiert sein erstes E-Auto. Technisch noch keine Revolution, doch lässt die Präsentation aufhorchen, denn für die Platzhirsche bedeutet dies, dass die Konkurrenz von überall kommen kann.

Software- und Technologiekonzerne fühlen sich im Vorteil

Denn sie haben nicht mit alten Zöpfen und Konventionen zu kämpfen wie die klassischen Automobilbauer, die bei aller Innovation auch stets ihr Stammklientel im Blick behalten müssen. Ein Spagat, mit dem die Tech-Riesen nichts zu tun haben, diese können sich voll und ganz auf die rasante Entwicklung konzentrieren und brauchen keine Interessen zu berücksichtigen, die dem Fortschritt im Wege stehen.

Dieser Umstand lässt die Tech-Branche frohlocken und so manche mutmaßen schon, dass es gar zu einer Wachablösung kommen wird. Dass den Kunden von morgen die Konnektivität ihres möglichen neuen Fahrzeugs wichtiger ist als dessen Leistung oder Rundenzeit auf dem Nürburgring, bringt so manchen ins Schwitzen. Denn hier bieten Google und Co. ihren Kunden ein technisches Feuerwerk, von dem man in Wolfsburg nur träumen kann. Die nächsten zehn bis zwanzig Jahre wird die Mobilitätsbranche noch heftig durchschütteln und wir dürfen gespannt sein, was uns an Produkten angeboten werden wird.