ProtonMail ist ein E-Mail-Programm, das versucht, eine Alternative zu Google zu bieten. Es hat einen Schwerpunkt auf dem Schutz der Privatsphäre und der sicheren Übertragung von Daten. Jetzt hat die Firma bekanntgegeben, dass man auch eine Kalender-Option entwickelt hat. Auch hier sind alle Daten verschlüsselt und können nicht von Außenstehenden abgefangen werden. Derzeit ist der ProtonCalendar noch in einer Beta-Version nur für einige Kunden verfügbar, die auch für den Mailservice bezahlen. Man will aber noch in 2020 das neue Produkt allen Kunden zur Verfügung stellen. In der Betaphase soll der Kalender noch ausgiebig getestet werden.

Einige Funktionen sind schon bekannt geworden. So hat man sich bei der Gestaltung weitgehend an bestehenden Diensten orientiert und bietet eine klar organisierte und zu bedienende Oberfläche. Die Verschlüsselung betrifft sowohl die Namen von Kalendereinträgen als auch die damit verbundenen Daten und eingeladene Personen. Nur der Besitzer kann die Einträge lesen, selbst Proton hat nur auf eine verschlüsselte Version Zugriff.

Office-Paket ist in Arbeit

Proton hat neben seinem E-Mail-Programm schon seit einigen Jahren einen eigenen VPN-Dienst im Angebot, Damit können sich Internetnutzer mit sicheren Servern verbinden und die Gefahr verringern, dass ihre Daten abgefangen werden. Proton will aber noch weiter gehen: Man arbeitet derzeit an einem Cloud-Storage-Dienst. Hier können dann Nutzer ihre Daten auf speziell gesicherten Webservern ablegen, ohne dass die Daten zu Werbezwecken verwendet werden.

Und schließlich entwickelt man auch ein eigenes Office-Paket. Die Suite, bestehend aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und einer Präsentationssoftware, soll dann ein weiteres Argument sein, um sich von den Diensten von Google zu befreien, ohne auf Funktionen verzichten zu müssen.

Proton will konsequent die Privatsphäre und die Daten der Nutzer vor Zugriffen, auch durch staatliche Stellen, schützen. Dass sie einiges richtig machen, sieht man unter anderem daran, dass ProtonMail in Russland gesperrt ist. Die dortigen Behörden scheinen keinen Weg gefunden zu haben, die E-Mails knacken zu können.