Xojo (X-platform Object Oriented) ist ein Entwicklungswerkzeug, das man auf Windows, Linux und Mac verwenden und mit dem man Anwendungen für diese Betriebssysteme erstellen kann. Mit Xojo ist es auch möglich, echte Web-Apps, iOS- und Raspberry Pi-Programme zu erstellen. Die Rede ist nicht von HTML-Webseiten, sondern eigenständigen Programmen.

Die Entwicklung von REALBasic

Für Mac-Nutzer ist Xojo alles andere als eine Innovation. Es gab bereits ein Entwicklungssystem namens REALBasic, aus dem sich später Xojo entwickelte. Zu dem Namenswechsel kam es auch unter anderem wegen der unglücklichen Ursprungsverbindung: Beginner‘s All Purpose Symbolic Instruction (BASIC). Dem Namen war zu entnehmen, dass es sich hier um eine Programmiersprache für Anfänger handelt. Der Xojo-Code ist dem von Basic noch sehr ähnlich, wobei er natürlich heute deutlich moderner wirkt.

Was bringt Xojo mit sich?

Programmierer, die mit der Programmiersprache Python vertraut sind, können in der Regel problemlos auf Xojo umsteigen. Die beliebten Python-Elemente sind nämlich auch in Xojo vorhanden.

Strenggenommen besitzt Xojo zwei Complier. In den meisten Fällen dauert es nur ein paar Sekunden, bis ein Programm getestet werden kann. Wenn alles in Ordnung ist, springt der LLVM sofort nach dem Drücken des Build an. Das Kompilieren dauert entsprechend ein bisschen länger, aber am Ende hat man ein echtes Programm vor sich, das den Mitbewerbern locker die Stirn bieten kann. Dem Entwickler steht es frei zu entscheiden, ob er das Programm verkaufen, selbst nutzen oder weitergeben will. Es müssen keine Einschränkungen beachtet werden.

Xojo ist plattformübergreifend. Mit einem Knopfdruck können Entwickler statt eines Windows-, MacOS- oder Linux-Programms gleich ein Programm für alle drei erzeugen. Die verschiedenen Höhen einzelner Steuerelemente lassen sich für jedes System individuell anpassen und das in nur einem Projekt, nicht in drei verschiedenen. Wenn man einen Mac-Besitzer ist, kann auch problemlos für iPad und iPhone entwickelt werden. Der Code lässt sich zwischen den Projekten gemeinsam für die Plattformen nutzen. Der plattformübergreifende Ansatz hat aber zur Folge, dass ein paar Features außen vor bleiben.